Brotbanderole für selbtgebackenes Brot mit dem Stempelset: „Hausgemachte Leckerbissen“ und erprobtes Rezept für ein Roggen-Sauerteigbrot

"Wenn einer eine Reise tut ..." sind Gastgeschenke für "auf dem Weg liegende Freunde" immer etwas Schönes, vor allem, wenn selbstgemacht.

Brotbanderole für selbtgebackenes Brot Brotbanderole für selbtgebackenes Brot Brotbanderole für selbtgebackenes BrotDas ist mir ja immer ein Anliegen. Erstens habe ich selbst große Freunde beim Herstellen und zweitens freue ich mich nochmal, wenn meine Mitbringsel „ankommen“.

Nach jahrelangem Experimentieren habe ich  „mein“ Brotrezept kreiert, nach dem ich inzwischen auch schon seit Jahren mit geringen Variationen alle 10 Tage ein Roggen-Sauerteigbrot herstelle. Eigentlich ist jedes Brot, das ich aus dem Rohr nehme, „das Beste, das wir je hatten„. Deshalb war ich auch ziemlich zuversichtlich, dass mein „Geschenkbrot“ schmecken wird. Das tat es denn auch.

Fantastisch passte der große Stempelabdruck „Lecker“ aus dem relativ neuen Stempelset: „Hausgemachte Leckerbissen“ zum Dekorieren meiner Brotbanderole.

Von Stampin’ Up!® kamen unter anderem folgende Materialien zum Einsatz:
StempelMit Liebe gebacken“ aus dem Stempelset:Für Leib Und Seele“, Bestellnummer: 135454, Preis:  22,00 €
Stempel „Lecker“ aus dem Stempelset: „Hausgemachte Leckerbissen„, Bestellnummer: 140105, Preis: 22,00 €
1-3/8″ Circle Punch, Bestellnummer: 119860, Preis: 19,00 €
1-3/4″ Scallop Circle Punch, Bestellnummer: 119854, Preis: 22,00 €
braunes Verpackungspapier früherer Stampin-Up-Pakete
Tombo Multipurpose Liquid Glue, Bestellnummer: 110755, Preis: 5,00 €
Prägeschablone „Retro-Reben“ (retired)

Hier das Rezept – Teil 1 Roggenteig :
ca. 80 Gramm Roggensauerteigansatz*
300 Gramm frisch gemahlenen Roggen (oder fertig gemahlenes Roggenmehl)
300 Gramm  Wasser
2 TL Meersalz

Diese Bestandteile im Thermomix 3 Minuten auf Teigstufe verrühren. Anschließend in eine Pengschüssel (Tupper) umfüllen und ca. 8 – 12 Stunden an einem warmen Ort „gehen“ lassen – beispielsweise über Nacht in den beleuchteten Backofen stellen oder die Abwärme des Kühlschranks nutzen.

Hier das Rezept – Teil 2 – Weizen/Dinkel:
200 Gramm  Wasser
2 TL Meersalz
1/2 TL Trockenhefe
Messerspitze Honig

Diese Zutaten im Thermomix ca. 2 Minuten auf  37 Grad erwärmen und bei Stufe 2 rühren lassen. Anschließend 200 Gramm frisch gemahlenen Weizen oder Dinkel (oder fertig gemahlenes Mehl) 3 Minuten auf Teigstufe verrühren. Anschließend in eine Pengschüssel (Tupper) umfüllen und ca. 8 – 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Bevor die Breie aus Teil 1 + Teil 2 vermischt werden, zweigt man sich ein kleines Schraubglas von dem Sauerteig ab und friert ihn für das nächste Brotbacken ein. (Ich nehme dafür ein Glas von Zwergenwieseaufstrichen.)

Nach der „Wartezeit“ – am besten über Nacht – die Teigbreie (Roggen + Weizen) im Thermomix mit der Teigstufe 3 Minuten verkneten. Anschließend einen guten Esslöffel Olivenöl, selbstgemachtes Backmalz, Leinsaat, Sonnenblumenkerne etc. dazugeben und erneut die Teigstufe aktivieren (1 Minute). Fertig ist der Brotteig!

Ich fülle den fertig gekneteten Teig in zwei Schichten in eine längliche Backform, die ich großzügig überlappend mit Backpapier ausgekleidet habe. Vom Ultra (Tupper) bin ich abgekommen, da dieser einen vorgeheizten Backofen erwartet.

Je Teigschicht verteile ich Walnusshälften so in dem Teig, dass ich mit Sicherheit in jeder abgeschnittenen Brotscheibe Walnüsse finden werde. Ist der Teig eingefüllt, bepudere ich die Oberfläche leicht mit Mehl und drücke quasi Muster mit einem Teigdrücker in die Teigmasse.  Fertig!

Bevor ich das Brot backe, stelle ich die Brotform – verpackt in eine große Plastiktüte – in den beleuchteten Backofen. Wenn der Teig sich so richtig angestrengt hat und fast über den Rand der Form tritt, entferne ich die Tüte, schiebe den untersten Rost ein und backe für 60 Minuten bei 200 Grad Umluft. Danach kommt das fast fertig gebackene Brot aus der Form direkt auf den Rost (abgedeckt mit Alufolie), wo es für 35 – 40 Minuten bei 160 Grad Umluft zu Ende gebacken wird.

Das Brot hat eine würzige Kruste und ist innen saftig. Zur Aufbewahrung packe ich es in zwei Leinentücher und lasse es so neben der Brotschneidemaschine auf einem Gitter liegen. Es ist bis zum letzten Biss lecker und schmeckt auch nach 10 Tagen nicht altbacken. Da es unglaublich sättigend ist, schneiden wir es in sehr dünnen Scheiben auf und verzehren zu unserem mittäglichen Frühstück jeweils maximal 2 Scheiben davon.

Bitte beachten:
Die Salzmenge vorsichtig ausprobieren. Meersalz ist nicht so salzig wie klassische Salzsorten.
Die Wartezeit, bis sich aus dem Sauerteigansatz und dem zugemischten Roggenmehl ein backfertiger Sauerteig entwickelt hat, hängt von der Umgebungstemperatur ab. Also immer mal wieder kosten, wie der Stand der Säuerung ist. Der Gärvorgang lässt sich in kühler Temperatur (Kühlschrank) auch unterbrechen.
Die Backzeit hängt stets auch vom Backofen ab. Also auch hier schauen, wie sich der Teig beim Backen im jeweiligen Ofen verhält.

*Herstellen eines Roggensauerteigansatzes:
Tag 1:
20 Gramm gemahlenen Roggen mit 20 Gramm lauwarmem Wasser vermischen und abgedeckt ca. 24 Stunden an einen warmen Platz stellen (beispielsweise die Abwärme des Kühlschranks nutzen). Der Brei muss einen leicht sauren Geschmack bekommen haben.

Tag 2: zu dem Ansatz von Tag 1 werden 20 Gramm gemahlener Roggen und 20 Gramm lauwarmes Wasser hinzugemischt und abgedeckt für ca. 12 Stunden an einen warmen Platz gestellt (beispielsweise die Abwärme des Kühlschranks nutzen)

Tag 3: zu dem Ansatz von Tag 2 diesmal 40 Gramm gemahlenen Roggen und 40 Gramm Wasser hinzumischen und abgedeckt für ca. 12 Stunden an einen warmen Platz stellen (beispielsweise die Abwärme des Kühlschranks nutzen). Der Sauerteigansatz  ist fertig, wenn der Brei leichte Blasen aufwirft.

Die Hälfte des Ansatzes kann man sofort in ein Schraubglas füllen und einfrieren (als Reserve, falls man bei späteren Backaktionen vergisst, sich einen Ansatz aufzuheben).

Die andere Hälfte dient als Basis für den eigentlichen Brotbackvorgang, den ich anfangs beschrieben habe.

Wer keinen Thermomix besitzt, rührt halt die Teigbreie mit den Gerätschaften, die vorhanden sind.

Laut DSGVO müssen wir Dich über die Verwendung von Cookies informieren. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.